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DHB-Frauen kennen jetzt ihre Schwächen
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Zwei Einsätze, drei Tore: Die Oldenburgerin Kim Birke (weißes Trikot) (Foto: VfL Oldenburg)
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Deutsche Mannschaft verliert auch zweiten Test gegen Brasilien – Kim Birke erzielt drei Tore
Das Team von Heine Jensen zeigte sich beim 20:27 in Minden leicht verbessert. Bis zur EM in Serbien aber bleibt noch viel Arbeit.
Minden - Der Saisoneinstand ging daneben. Nach den ersten beiden Niederlagen gegen Brasilien überhaupt kennen Deutschlands Handballerinnen ihre Schwachpunkte. Fünf Monate vor der EM in Serbien (4. bis 16. Dezember) hat das Team von Bundestrainer Heine Jensen nur ein Ziel: besser werden. „Wir haben gesehen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“, sagte der Däne.
Erst am Freitag in Bremen 23:30 (14:16), dann 24 Stunden später in Minden 20:27 (12:14): Die zwei Sieben-Tore-Schlappen gegen den Olympia-Teilnehmer haben die deutschen Frauen nur bedingt geärgert und schon gar nicht aus der Bahn geworfen. „Ich freue mich über Fortschritte, aber wir suchen noch Stabilität“, erklärte Jensen. Kollege Leszek Krowicki, Trainer vom VfL Oldenburg, hatte ohnehin keine großen Erwartungen an die beiden Testspiele. „Brasilien verfügt über eine internationale Spitzenmannschaft, steht mitten in der Olympia-Vorbereitung, unsere Spielerinnen kommen dagegen gerade aus dem Urlaub. Da sind solche Ergebnisse doch ganz normal“, meinte Krowicki.
Bis zur Pause war in beiden Spielen die deutsche Handball-Welt noch in Ordnung. Doch aus den Zwei-Tore-Rückständen wurde jeweils nach Wiederanpfiff der vorentscheidende Nachteil. Vor allem die schwache Chancenverwertung und die daraus resultierenden Kontertore des Panamerika-Meisters brachten die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) uneinholbar ins Hintertreffen. „Da müssen wir uns nicht wundern, dass es nicht zu einem Sieg gegen Brasilien gereicht hat“, so der Bundestrainer. Dennoch zog der Däne ein positives Fazit des einwöchigen Lehrgangs in Barsinghausen mit den beiden Länderspielen. Die Aufschlüsse aus der Leistungsdiagnostik und den Defiziten auf dem Spielfeld registrierte der Däne aufmerksam. „Die Spielerinnen haben sich durch die Bank verbessert. Zum Beispiel gehen die Ausdauerwerte nach oben“, lobte Jensen.
Wie bereits im Verlauf der erfolgreichen EM-Qualifikation setzte Jensen den behutsamen Umbau seines Teams fort und die jungen Kim Naidzinavicius (21 Jahre) und Shenia Minevskaja (20) ein. So kam in beiden Partien erneut auch die Oldenburger Linksaußen Kim Birke zum Zuge.
Vor allem im zweiten Spiel in Minden wusste die 24-Jährige zu überzeugen und erzielte drei Treffer für die DHB-Auswahl. „Als ihr Trainer freue ich mich natürlich, dass Kim weiter Erfahrung sammeln konnte“, meinte Krowicki, der das erste Spiel am Freitag in Bremen auf der Tribüne verfolgt hatte.
An diesem Montag beginnen die Handballerinnen des VfL Oldenburg ihre Vorbereitung auf die kommende Bundesliga-Saison. Den Auftakt dazu bildet ein Trainingslauf um 18 Uhr. Überhaupt stehen zunächst die Komponenten Kraft und Ausdauer auf dem Programm.
Fehlen werden Trainer Leszek Krowicki in der ersten Woche seine vier Nationalspielerinnen. Sie genießen noch ein Woche lang einen Sonderurlaub. Während Kim Birke mit der deutschen Mannschaft im Einsatz war, weilten Tess Wester, Lois Abbingh und Laura van der Heijden bei der niederländischen Auswahl.
Quelle: von Martin Kloth Und Otto-Ulrich Bals - 16.07.2012 - http://www.nwzonline.de/vfl-handball/ |